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Sxces digitalisiert Exponate von Audi für Live-Einsätze

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Die Hamburger Agentur Sxces Communication AG kann mit einem aktuellen Service für die Automobilindustrie punkten: der Visualisierung von Fahrzeugtechnik via Mixed Reality. Optimiert für die Live-Kommunikation realisierte Sxces seit dem ersten Einsatz bei einem Presse-Event von Audi bisher über 20 virtuelle Exponate mit der HoloLens von Microsoft.

Das Markenversprechen von Audi – Vorsprung durch Technik – bildete auch die Herausforderung für Sxces: die Digitalisierung der Technikkommunikation im Live-Einsatz. Das ist genau genommen kein ganz neuer Anspruch, denn die Kommunikationswelt ist seit der Etablierung von Virtual und Augmented Reality auf der Suche nach konkreten Einsatzmöglichkeiten. Und doch ist das, was Sxces und Audi mit den virtuellen Exponaten geschafften haben, hinsichtlich Vielfalt, Qualität und Präzision nach wie vor auszeichnungswürdig: „Zum wiederholten Mal wird eine von uns für Audi entwickelte Mixed-Reality-Anwendung mit einem der angesehensten Awards der Automobil-Branche ausgezeichnet, dem Automotive Brand Contest“, meint dazu Hendrik Wolber, Vorstand bei Sxces Communication. „Unser sogenanntes virtuelles Exponat ist Gewinner in der Kategorie ‚Best of Best‘. Und was wir für Audi im Bereich der Augmented- beziehungsweise Mixed Reality realisieren, kann zu einer Blaupause für zahlreiche Unternehmen werden, die nach ihrem eigenen Use-Case für die digitalisierte Kommunikation mit Presse, Handel oder Endkunden suchen. Das virtuelle Exponat ist bis heute ein fester Bestandteil von Audi Presse-Events und nach wie vor einzigartig.“

Besonders Kommunikatoren auf Unternehmensseite sind jeden Tag herausgefordert, wenn komplexe Produkte und deren Technik – die oft das Hauptunterscheidungsmerkmal darstellt – wirkungsvoll kommuniziert werden müssen. Live, Face to Face, in der Verkaufs- oder Präsentationssituation mit Kunden oder Journalisten sind die eingesetzten Präsentationsmittel dabei oft erstaunlich konventionell: gebaute Exponate, PowerPoint, Broschüren und ähnliches. Dazu kommt vielleicht ein gut gemachtes Video oder eine 3-D-Animation. Obwohl heute die Protagonisten durchgängig von Digitalisierung, von Vernetzung und von Interaktion schwärmen, ist die Erkenntnis aus Kommunikationssicht bisher eher ernüchternd, denn die Produkte selbst leisten oft mehr als deren Präsentation. Obwohl die Welt voller Ideen und Devices zu sein scheint, hapert es oft am entscheidenden Schritt: an der Integration dieser Technik in die Kommunikation und in deren Kanäle auf Unternehmensseite und an der Umsetzungskompetenz auf Agenturseite.

„Wir werden im Beratungsgespräch oftmals mit dem Wunsch nach mehr Digitalisierung und Interaktion in der Kommunikation konfrontiert. Gleichzeitig bemerken wir die Unwissenheit auf Kundenseite über die verschiedenen Technologien, deren Möglichkeiten und sinnvollen Einsatzfelder“, so Hendrik Wolber. „Hier fehlt es an einer konsequenten Auseinandersetzung mit dem Thema und vor allem an der strategischen Sichtweise. Beim virtuellen Exponat geht es um weit mehr als um moderne Präsentationstechnik. Es geht um einen Beitrag zur Digitalisierung der Produkt- und Markenkommunikation. Digitalisierung ist zudem Teil der Konzernstrategie. Und die Digitalisierung der Kommunikation erfüllt längst keinen Selbstzweck mehr, sondern sie verfolgt Ziele: kommunikative und ökonomische. Was im Falle des virtuellen Exponats digitalisiert wird, muss nicht mehr physisch gebaut, transportiert und gewartet werden. Auf inhaltlicher Ebene überzeugt Augmented Reality zudem durch die Überlegenheit in der didaktischen Aufbereitung der Inhalte gegenüber konventionell statischen Lösungen.“

In der Vergangenheit nutzte die Audi Produktkommunikation im Rahmen von Presse-Events klassische Exponate, um Fahrzeugtechnologien erlebbar zu machen. Die Digitalisierung von Exponaten war eine logische Folge der zunehmenden Digitalisierung im Fahrzeug und in dessen Ökosystem. Hier geht es also oftmals weniger um mechanische als mehr um elektronische Themen, wobei klassische Exponate schnell an ihre Grenzen stoßen.

Auf Basis eigener CAD-Konstruktionsdaten aus der technischen Entwicklung hat Sxces für die Audi Produktkommunikation virtuelle Exponate entwickelt. Mittels holografischer Animationen werden Fahrzeuge und deren Technik mit allen Details und Funktionsweisen raumfüllend präsentiert und dadurch Inhalte didaktisch hochwertig und einprägsam live im Gespräch mit Journalisten vermittelt.

Zum Einsatz kommt die Microsoft HoloLens, die als AR-Brille Inhalte in die Realität holografiert. Dadurch ist der Nutzer – anders als bei einer VR-Brille – nicht von seiner Umgebung abgeschottet, was eine wesentliche Voraussetzung für das persönliche Gespräch in einer Workshop-Situation darstellt. Die Microsoft HoloLens-Brillen der User innerhalb einer Anwendergruppe sind über ein Netzwerk synchronisiert. Das bedeutet, dass alle User zu jedem Zeitpunkt exakt die gleichen Inhalte sehen. Der Moderator verfügt in seinem Blickfeld zudem über eine Navigation, die er mittels Gestensteuerung nutzen kann. Dadurch greift er interaktiv auf alle Inhalte zu und kann seinen Workshop nach Belieben gestalten. Neben holografierten Inhalten sind auch Filmzuspielungen oder die 2D-Darstellung von Grafiken im Raum möglich, was den Einsatz vielfältiger macht.

Features wie die „Shared Experience“ wurden von Sxces individuell für den Einsatz bei Audi entwickelt und sind kein fertiger Bestandteil der HoloLens. Darüber hinaus kann der Journalist nach der Veranstaltung eine Mobilvariante vom virtuellen Exponat nutzen, um seinen Kollegen in der Redaktion die Inhalte über sein Smartphone zu zeigen.

Die Microsoft HoloLens ist eine Datenbrille mit integriertem Computer. Sie benötigt somit keine Verbindung per Kabel oder Netzwerk zu einem Server. Mit Onboard-Kameras, Infrarotsensoren und Gyroskop identifiziert die Brille auf dem Kopf des Nutzers dessen Position im Raum. Dadurch lassen sich 3D-Objekte in Echtzeit und auf einer festen Position in den Raum projizieren. Die User können sich frei um das Hologramm bewegen, was den realistischen Eindruck eines „realen Exponats“ vermittelt.

Sxces entwickelt das virtuelle Exponat und seine Mobilversion nicht nur inhaltlich weiter, sondern arbeitet fortwährend an neuen Einsatzszenarien. Neuestes Produkt ist das virtuelle Exponat ON AIR, das den sogenannten Spectator View von Microsoft als technologische Basis nutzt und das in wenigen Monaten erstmals zum Einsatz kommen wird. Mit der Game-Engine Unreal und einer HoloLens der aktuellen Generation soll es erstmals möglich sein, hochaufgelöste 3D-Inhalte live in ein 4k-Live-Kamerabild zu integrieren.

Das bedeutet in der praktischen Anwendung, dass der Moderator im Studio oder auf der Bühne eine HoloLens-Brille trägt und damit die holographierten Inhalte vor sich sieht. Die neue Sxces Applikation integriert dieses Hologramm live in das TV-Kamerabild, das gestreamt werden kann. Was bislang nur in aufwendiger Post-Produktion möglich war, lässt sich damit künftig live realisieren. Inhalte werden einem großen Publikum zugänglich gemacht, dass keine HoloLens-Brille nutzen muss. Wolber: „In Zeiten von Covid-19 ist das ein notwendiger Schritt, um zum Beispiel Produktpräsentationen zum Journalisten live zu streamen und dabei holographierte Inhalte zu verwenden.“

Das virtuelle Exponat von Sxces kam bisher ausschließlich für Audi zum Einsatz. Nun sollen erste Einsätze bei Industrieunternehmen geplant und ab Herbst 2020 durchgeführt werden.