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Asien-Pazifik überholt Europa bei großen Messezentren

Erstmals verfügt Asien-Pazifik über mehr Messezentren mit mindestens 100.000 Quadratmetern überdachter Ausstellungsfläche als Europa. Das zeigt die „World Map of Exhibition Venues 2026“ des Weltmesseverbands UFI, erstellt von jwc GmbH. Weltweit ist die Messekapazität auf 45,2 Millionen Quadratmeter gestiegen.

Asien-Pazifik zählt 41 Messezentren dieser Größenordnung, Europa 38. Insgesamt erfasst die Studie 1.565 Standorte mit mindestens 5.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Gegenüber der vorherigen Ausgabe kamen 35 Messezentren und rund 900.000 Quadratmeter hinzu.

Asien-Pazifik vereint 38,3 Prozent der weltweiten Messefläche beziehungsweise 17,3 Millionen Quadratmeter auf sich. Europa erreicht 35,8 Prozent, Nordamerika 16,7 Prozent. Auch aufstrebende Märkte gewinnen an Bedeutung: Mittel- und Südamerika sowie der Nahe Osten und Afrika steigerten ihren gemeinsamen Anteil innerhalb eines Jahres von 8,4 auf 9,3 Prozent.

China ist mit 30,7 Prozent der globalen Messekapazität der größte Markt. Es folgen die USA mit 13,9 Prozent und Deutschland mit sieben Prozent. Zusammen mit Italien und Frankreich vereinen diese fünf Länder knapp 63 Prozent der weltweiten Ausstellungsfläche auf sich.

Das größte Messezentrum bleibt der Canton Fair Complex im chinesischen Guangzhou mit 504.000 Quadratmetern. Dennoch dominieren kleinere Standorte: 62 Prozent aller Messezentren bieten weniger als 20.000 Quadratmeter. Nur 84 Standorte weltweit erreichen mindestens 100.000 Quadratmeter.

Für die internationale MICE-Branche eröffnet der Ausbau in Asien und aufstrebenden Märkten zusätzliche Möglichkeiten für Fachmessen und Geschäftsevents. Europäische Destinationen müssen ihre Wettbewerbsfähigkeit stärker über Erreichbarkeit, Servicequalität, technische Ausstattung und das touristische Umfeld sichern.

UFI-CEO Chris Skeith sieht neue Chancen für Veranstalter in wachstumsstarken Märkten. Jochen Witt, Präsident und CEO von jwc, betont, dass Größe allein nicht entscheidend sei: Messekapazitäten und Qualität müssten zur tatsächlichen Nachfrage passen. Vor Neubauten sollten Städte deshalb Zielbranchen, Nachfrage und erwartete Veranstaltungszahlen prüfen.

Auch für Hotels, Fluggesellschaften und Verkehrsanbieter entstehen Chancen, sofern zusätzliche Messeflächen mehr Veranstaltungen und internationale Teilnehmer anziehen. Für Geschäftsreisende und Travel Manager gewinnen damit die Verkehrsanbindung der Messezentren, verfügbare Hotelkapazitäten und geeignete Reiseverbindungen an Bedeutung.

Europäische Standorte können ihre Position durch Modernisierung und eine engere Zusammenarbeit von Messegesellschaften, Hotels und Convention Bureaus stärken. Die vollständige Studie ist kostenlos unter www.ufi.org/knowledge-hub und www.jwc.eu.com verfügbar.
Bild: G.T.S.

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