
Ob Kongress, Produktmesse oder Firmenevent: Hinter jedem erfolgreichen Livekommunikations-Format stecken monatelange Planung, kreative Konzepte und ein straff organisiertes Technikteam. Das Thema Notbeleuchtung ist dabei sowohl aus juristischer als auch aus sicherheitstechnischer Sicht von hoher Relevanz.
Gesetzliche Anforderungen lassen keinen Spielraum für Improvisation
Veranstaltungsorte ab einer bestimmten Größe, beispielsweise Messehallen, Kongresszentren, temporäre Event-Locations sowie große Outdoorareal-Überdachungen, unterliegen den Anforderungen der Arbeitsstättenregel ASR A3.4/3 und den Landesbauordnungen. Diese schreiben vor, dass Sicherheitsbeleuchtungsanlagen im Stromausfall mindestens eine Stunde lang zuverlässig funktionieren müssen.
Zudem empfiehlt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) in ihren Informationen zu Sicherheit auf Veranstaltungen und Produktion die regelmäßige Überprüfung und Wartung betrieblicher Sicherheitseinrichtungen. Veranstalter, die eine Location mieten, sollten sich folglich vergewissern, dass die Notbeleuchtung inklusive der verbauten Akkus ordnungsgemäß funktioniert.
Warum der Akku der kritische Faktor ist
Sicherheitsleuchten werden im Normalbetrieb kaum wahrgenommen. Doch genau dadurch kommt es zu einem Problem: Akkus altern unbemerkt. Eine Leuchte, die seit drei Jahren ihren Dienst tut, ohne je geprüft worden zu sein, kann im entscheidenden Moment versagen. Für die Veranstaltungsbranche ist das ein besonderes Risiko, denn Events finden oft in angemieteten oder temporär genutzten Locations statt, in denen Wartungsintervalle nicht immer lückenlos dokumentiert sind.
Technikverantwortliche bei Agenturen und Veranstaltungsdienstleistern müssen sich deshalb bewusst sein: Nicht jede Leuchte akzeptiert jeden Akku. Qualitätsersatz-Akkus sind auf den jeweiligen Leuchtentyp abzustimmen – in Kapazität, Zellchemie und Abmessung.
Praktische Tipps für Technikplaner und Location-Manager
Wer regelmäßig mit wechselnden Locations arbeitet oder eigene Technikpools unterhält, sollte einen strukturierten Wartungsrhythmus etablieren. Dazu gehört:
– Jährliche Kapazitätsprüfung aller Notleuchten-Akkus
– Dokumentation der Prüfungen (relevant bei Behördenkontrollen und Versicherungsfällen)
– Lagerung von Ersatzakkus für häufig verwendete Leuchtentypen
– Verwendung zertifizierter Qualitätsakkus von spezialisierten Anbietern
Sicherheit braucht Qualität und verlässliche Partner
Eine Location, die bei einer Routinekontrolle durchfällt, kostet nicht nur Geld, sondern kann auch den guten Ruf einer Agentur gefährden. Unternehmen in der Live-Kommunikationsbranche sollten Sicherheitstechnik daher ernst nehmen und auf geprüfte Komponenten sowie Spezialisten im Bereich Akkus für die Notbeleuchtung setzen. Denn kompromisslose Sicherheit schafft Vertrauen – bei Behörden, Kunden, Partnern und Publikum zugleich.
Bild: unsplash
















