Start Agenturen Digitaler Anteil von Events könnte künftig 50 Prozent betragen

Digitaler Anteil von Events könnte künftig 50 Prozent betragen

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Die Covid-19 Krise stellt die größte Herausforderung für die Eventbranche der letzten Jahrzehnte dar. – mit deutlich mehr Auswirkungen auf die Branche als das Platzen der Dotcom-Blase Anfang der 2000er Jahre oder die Finanzkrise 2009. Nadja Kahn von der Agentur KahnEvents hat sich Gedanken über die Auswirkungen gemacht.

Sie erwartet beispielsweise, dass uns Corona lange beschäftigen wird: „Es wird bleiben. Und eventuell werden nach Covid-19 andere Viren folgen. Diese Herausforderung und die Sensibilität für Ansteckungsrisiken begleiten uns wohl dauerhaft.“ Und führt zu Veränderungen. Diese Entwicklung ist teilweise bitter für die Branche, weil etablierte Geschäftsmodelle und sichere Einnahmequellen nun wegbrechen oder sich zumindest deutlich reduzieren. Andererseits hat die Krise die Veranstaltungsbranche dazu gezwungen, kreativ zu werden und neue Formate zu entwickeln. Das Virus beschleunigte wie ein Katalysator Veränderungen, die normalerweise schleichend vor sich gehen. Entwicklungen, die sonst Jahre dauern, haben nun innerhalb weniger Wochen stattgefunden. „Das Event-Business sehe ich in naher Zukunft eher hybrid oder digital“, so Nadja Kahn. Live-Events werden zunächst nur in kleinen Gruppen stattfinden, weil der Gastgeber immer in der Verantwortung für mögliche Folgen steht.

Danach gefragt, ob sie den Anteil von Events für die Zukunft einschätzen kann, ist sie sich sicher, dass er künftig mindestens die Hälfte ausmacht. Das wird dann auch erhebliche Auswirkungen auf den Event-Tourismus haben. „Das Geschäftsreisevolumen wird nach der Krise nicht wieder zum ursprünglichen Volumen zurückfinden“, ist sie sich sicher. „Viele Unternehmen haben festgestellt, wie gut sie mit Video-Konferenzen zurechtkommen. Auch wenn sämtliche Kontaktbeschränkungen und Reiseauflagen beendet sind, wird die Veranstaltungsbranche nachhaltig verändert bleiben. Der Event-Tourismus wird sich deutlich reduzieren – zumindest kurz- und mittelfristig, was noch für viele Destinationen und Locations zu erheblichen Problemen führen dürfte.“

Das Interview erschien im BlachReport 16-2020. Komplettes Interview lesen . . .